So schön war das Dharma Sommercamp 2015

Shakyamuni LeinwandFast könnte man meinen, man wäre in Bullerbü 2.0., wenn man die Kindergruppe des „Pugu-gi-lingbu“ Kindercamps sieht. Mehr oder minder einträchtig spielen, basteln, hüpfen und toben hier Kinder von einem bis zu 14 Jahren zusammen.

„Streit gibt es meist nur um Kleinigkeiten wie z.B. bei der täglichen Raubtierfütterung….

… wenn es Cracker und Obst für alle Kinder gibt. Da werden die Tugenden wie Geduld, Gerechtigkeit und Freundlichkeit schon sehr hart auf die Probe gestellt.“ Sagt lächelnd Isabel, eine der Betreuerinnen des Kindercamps.

Nur wenige Meter von den Raubtieren entfernt, sitzen die Eltern, die sehr glücklich über das kreative Betreuungsangebot sind, das von Myriam (Leiterin der Lotus Kinderkrippe Hannover), Michael Böttcher (Erzieher in der Kita Bremen) und Isabel (Museum für Völkerkunde Hamburg) geleitet wird. Die Betreuung ermöglicht es ihnen, ungestört an den spirituellen Belehrungen teilzunehmen und gleichzeitig mit ihren Kindern Ferien zu machen, denn das ist es, was es hauptsächlich für die Kinder sein soll: Eine erlebnisreiche Ferienzeit!

Den tibetischen Namen „Pugu-gi-lingbu“ haben sich die Kinder selbst gegeben, er bedeutet „Kinderinsel“ und beschreibt passend das von schützenden Hecken umgebene Rondell, in welchem die drei Erlebniszelte und das heißgeliebte Trampolin stehen.

Die dort stattfindenden Kreativangebote haben nicht immer einen Bezug zum Buddhismus. Es geht ja in erster Linie nicht um die Vermittlung von buddhistischen Inhalten, sondern um vielfältige kreative Angebote für Kinder. die man in der Kürze der Zeit und entsprechend der Lust und Fähigkeiten der Kinder erschaffen kann.

Denn nicht alle Kinder bleiben die vollen zehn Tage, manche sind nur Tagesgäste und auch die sollen natürlich  ihre Werke am Abend mitnehmen dürfen. Deswegen gibt es sowohl Kurzzeitangebote als auch aufwändigere Bastelarbeiten. Neben dem intensiven Trampolinspringen nehmen die Kinder auch gerne andere sportliche Aktivitäten wie Badminton, Tischtennis und Tischfußball wahr.

Alle Werke 2

Als Highlight neben den Schatzkästchen, dem Fotokalender, dem Porzellanbemalen, dem Vogelhäuschen, den Gipsmasken, dem Drucken mit alten Holdrucktafeln empfanden die Kinder in diesem Jahr auch das Buddha-Quiz, das nach einem harten Kampf äußerst knapp von einer Mannschaft 8:7 gewonnen wurde. Hier wurde nicht nur Wissen abgefragt, sondern auch Zusammenhalt und Fairness.

Buddha Quiz 2Und obwohl „alles toll und nichts blöd war“ haben die Kinder natürlich auch Wünsche für das Sommercamp 2016. „Eigene Pferde“ hätten sie gerne und „einen anständigen Fußballplatz“  🙂 .

Besonders schön war es in diesem Jahr, dass sich so viele Langzeitkinder eingefunden hatten. Diese acht Kinder haben die „Bunte Lotusblüten“(-bande) gegründet und sogar ein eigenes Erkennungszeichen angefertigt. Aus Filz hat sich jedes einzelne Kind ein Lotusblütenblatt ausgeschnitten und in die Mitte ein Miniatur-Gruppenfoto eingeklebt. „Wenn wir alle unsere Blätter aneinanderlegen, erwacht die Kraft des bunten Lotus“ erklären Franka und Lina das Prinzip. „Wenn wir so zusammenhalten, kann uns nichts mehr geschehen. Wir freuen uns schon sehr auf das Dharma Sommercamp 2016 und hoffen, viele Bandenmitglieder wiederzusehen.“

Beidem können wir uns nur anschließen!

Auf Wiedersehen zum Dharma Sommercamp 2016!

2 Gedanken zu „So schön war das Dharma Sommercamp 2015

  1. Pingback: Bombenalarm-mal positiv gesehen! - Isabel Lenuck - Tibetologin/ Ethnologin/ Kinderbuchautorin

  2. Pingback: Bombenalarm-mal positiv gesehen! – Blog des Tibetischen Zentrums e.V. Hamburg

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