Polly Petroleum muss Wirsingkohl essen

Polly Petroleum Küche mit Effekt RahmenPolly Petroleum muss Wirsingkohl essen

„Polly, komm Essen!“ rief Mama aus der Küche heraus.
„Na endlich!“ Polly sprang wie von der Tarantel gestochen von ihrem Schreibtischstuhl auf. Endlich gab es etwas zu Futtern! Polly hatte nämlich solchen Hunger, dass sie das Gefühl hatte, anstelle ihres gewohnten Bauches nur noch ein großes schwarzes leeres Loch zu haben. Sie lief so schnell zur Kinderzimmertür, dass die Gedanken Mühe hatten, ihr zu folgen: „Vielleicht gab es Pfannkuchen? Vielleicht Nudeln mit Tomatensauce? Vielleicht köstliche Hühnersuppe?

Polly stellte ihre Nasenflügel auf größtmöglichen Empfang und lief schnuppernd durch den Flur. Es roch nach Essen, ja, aber bisher konnte sie den Geruch keiner Speise zuordnen.
Pfannkuchen rochen süßer, Nudeln rochen tomatiger, Hühnersuppe würziger. Im Flur roch es dagegen – seltsam.

Vorsichtig öffnete Polly die Küchentür. Mama stand mit rotem Gesicht vor einem riesigen, dampfenden Topf und füllte gerade das Essen auf einen Teller.
„Setz dich hin, wir können gleich anfangen.“ sagte sie, ohne sich zu Polly umzudrehen. Polly rutschte auf ihren Lieblingsplatz. Schon stand der Teller vor ihr und zeigte die Quelle des seltsamen Geruchs: Wirsingkohl!
„Oh nein!“ Ausgerechnet Wirsingkohl! Den mochte Polly nun wirklich von allen Gemüsesorten am allerwenigsten. Sie mochte sonst ja fast alles an Grün-Rot-und Gelbzeug, aber Wirsingkohl, Wirsingkohl! Brrr…
Hatte Mama das etwa vergessen? Wie konnte sie ihr bloß so etwas Schreckliches antun? Plötzlich hörte Polly leises Gekicher aus dem Küchenschrank.
Oh nein! Das hätte sich Polly ja denken können. Die Xolomonen waren wieder da! Sie haben Mama vergessen lassen, dass Polly keinen Wirsingkohl mochte. Das hatten sie sich ja fein ausgedacht. Ausgerechnet am Sonntagabend bekam Polly Wirsingkohl zu essen. Davon würde sie doch morgen früh in der Schule wieder fürchterlich pupsen müssen.
Grimmig sah sich Polly in der Küche um…

…Fortsetzung folgt…

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