Weihnachtsfeier in Gefahr!

police-582132_1920Weihnachtsfeier in Gefahr!

Und hier ist sie, Folge 1 meiner neuen Abenteuerserie: „Der Kindergarten der Tiere“

Weihnachtsfeier in Gefahr!

 

An diesem Abend waren die Erzieher des Kindergartens so in Eile gewesen, dass sie die Käfigtüren der Kindergartentiere nicht richtig verschlossen hatten.

Ella und Paula, die beiden Mäuseschwestern hatten den Fehler sofort bemerkt, aber sie sagten natürlich keinen Piep. Kaum waren alle weg, wurden sie putzmunter. In der Kita war es ganz still. Frieda, die alte Schildkröte, schlummerte auf einem Stein. Anton Frosch träumte von seiner nächsten Fliegenmahlzeit. Und die beiden Blaufische Finni und Mats spielten verstecken im Korallenriff. Das Mäuseabenteuer konnte beginnen!

„Los geht’s, worauf wartest Du noch?“ Mit zwei geschickten Bewegungen hatte Ella die Käfigtür aufgedrückt und streckte ihre neugierige Nase hinaus. Kichernd rutschten sie über die große Legobahn direkt in die Mitte des Esszimmers.

Es gab so viel zu erkunden! Wohin sollten sie zuerst gehen?

Im großen Spielzimmer wohnten Theo und Leo, die beiden geschwätzigen Papageien. Natürlich konnten die beiden Ellas und Paulas Ausflug nicht unkommentiert lassen. „Alarm! Alarm!“ kreischten sie aus ihrem Käfig. „Mäuseschwestern auf der Flucht!“

Wenn das nur jemand hörte! Dann wäre es aber mit dem schönen Abenteuer schnell vorbei. „Seid leise ihr Witzbolde!“ zischte Paula ihnen zu.

Gerade wollten die beiden Schwestern ihren Erkundungsausflug fortsetzen, als sie plötzlich Schritte hörten. Ein Schlüssel drehte sich im Schloss!

„Schnell Paula, versteck Dich!“ flüsterte Ella und sprang in das erstbeste Versteck, das sie sah. Es war ein Paar Gummistiefel. Ellas Herz klopfte bis zum Hals! Wer kam da mitten in der Nacht in den Kindergarten?

Knarrend und quietschend öffnete sich die Eingangstür. Zwei schwere Stiefel standen einen Augenblick reglos im Türrahmen. Der seltsame Besucher machte kein Licht an, sondern schlich sich langsam in den Flur hinein. Ein Einbrecher!

burglar-157142_1280„Wo ist denn bloß die verdammte Kita-Kasse!“ knurrte er. Ella schaubte in ihrem Stiefel vor Wut. So eine Gemeinheit! Von dem Geld wollten die Kinder doch ihre Weihnachtsfeier ausrichten – und nun wollte dieser Fiesling sie ihnen einfach stehlen? Das mussten sie doch verhindern! Aber wie?

Auch Paula hatte alles mit angehört und ihre Barthaare zitterten vor Empörung! Jetzt hörten sie den Dieb schon in der Küche rumoren. Bald würde er das Sparschwein finden! Dann wäre das Weihnachtsfest verloren!

Schnell flitzte sie zu ihrer Mäuseschwester: „Ich habe Leo und Theo Bescheid gesagt. Sie haben schon eine Idee. Aber es muss schnell gehen!“ flüsterte sie in den Stiefel hinein.

„Da ist ja das dicke Sparschwein!“ hörten sie aus der Küche ein gemeines Lachen. „Jetzt aber nichts wie raus hier.“

Auf einmal ging alles ganz schnell. „Achtung, Achtung! Hier spricht die Polizei!“ ertönte plötzlich eine ernste Stimme. „Kommen Sie mit erhobenen Händen heraus!“ Sirenengeheul erklang. Blaue und weiße Scheinwerferlichter flackerten im Spielzimmer auf und ab.

Vor lauter Schreck ließ der Dieb ließ das Sparschwein fallen. Mit einem lauten Knall zersprang es in tausend Stücke. Die Scheine und Münzen flogen kreuz und quer über den Küchenboden. Hastig versuchte er, wenigstens einige Scheine in seine Taschen zu stopfen. Doch da kannte er Paula und Ella schlecht! „Attacke Mäusezahn!“ schrie Ella und biss den Dieb in den Zeigefinger. Auch Paula sprang jetzt vom Küchentisch und verbiss sich in seinem Po. „Dir werde ich es zeigen!“

Das war zu viel für den Dieb. Er rannte zur Eingangstür. „Hände hoch! Das Haus ist umstellt!“ sagten die Polizeistimmen. Vor lauter Angst sprang der arme Dieb aus dem Schlafzimmerfenster der Kita und landete kopfüber in den Windel-Mülltonnen. Bäääh!

Atemlos kehrten Paula und Ella in ihre Käfige zurück. Auch Anton Frosch und Frieda Schildkröte kamen aus dem Spielzimmer gelaufen. „Was für eine großartige Idee, die Sirene des Polizeiautos anzuschalten!“ rief Paula bewundernd. „Und wie toll Anton Frosch die Taschenlampe an- und ausgehüpft hat!“

Anton Frosch strahlte vor Stolz. „Aber das Beste waren die Polizeistimmen von Leo und Theo! Einen Moment lang dachte ich wirklich, die Polizei wäre da!“

Weihnachtsfest Abenteuer Isabel LenuckGlücklich kehrten die Tiere in ihre Käfige zurück. Was für ein aufregendes Abenteuer! Aber das wichtigste war: Sie hatten die Weihnachtsfeier der Kinder gerettet.

 

 

Share

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.