Archiv der Kategorie: Gedanken und Essays

Internet Glücklichsein Isabel lenuck

Warum uns das Internet davon abhält, glücklich zu sein…

Hält uns das Internet davon ab, glücklich zu sein? Wie ein Sack Flöhe hüpfen unsere Gedanken Tag für Tag durch den Kopf. Ununterbrochen, von morgens bis abends, selbst in der Nacht ist keine Ruhe. Dann träumen wir. Zusammenhangslos. Rasant. Fantastisch. Furchterregend. Dabei wissen wir weder, was wir als nächstes denken, noch wohin uns unsere Gedanken lenken.

Völlig unzusammenhängend taucht ein Gedanke nach dem anderen auf. Oft fällt es uns sehr schwer, konzentriert bei einer Sache zu bleiben. Alles scheint uns abzulenken, allem möchte man folgen.

Sind wir im Internet unterwegs, können wir diese Gedankensprünge des Geistes besonders gut beobachten. Wie ein Affe, der sich von Ast zu Ast schwingt, klicken wir uns von Link zu Link und wissen am Ende meist gar nicht mehr, was wir eigentlich gesucht haben und wie wir darauf gekommen sind. So geht es mir zumindest häufig. Das Jugendwort des Jahres 2015 lautet „Smombie“ und es beschreibt ziemlich treffend das, was ich an mir beobachte. Weiterlesen

Moderne Dämonen

FratzeFrüher glaubte man daran, dass Krankheiten und Unglücksfälle durch Dämonen verursacht werden und in manchen Kulturen ist die Vorstellung von unheilbringenden Geistern und Dämonen nach wie vor fest verankert. Aber hierzulande und heutzutage glaubt niemand mehr an Dämonen als Krankheitsursache! Krankheiten werden durch Viren, Bakterien, Fehlernährung oder die genetische Disposition verursacht. Wir glauben fest an die Wissenschaft und belächeln frühere Erklärungsversuche (unerklärliche Krankheiten spiegelten sich z.B. in ihrer Namensgebung wider: Hexenschuss).

Doch so leicht lassen sich die einstigen Dämonen nicht vertreiben – sie sind geschickte Plagegeister, die sich raffiniert zu verwandeln und anzupassen vermögen. Die Dämonen, die einst ums Haus herum spukten, Ernten verdarben und Krankheiten brachten, scheinen sich von der äußeren Welt in die innere Welt verzogen zu haben: Heutzutage kehren sie gerne in Form von „Glaubenssätzen“, „Ängsten“ schlimmstenfalls „Psychosen“ und „Depressionen“ in den seelischen Lebensbereich ein und lassen sich häuslich nieder. Weiterlesen

Jetzt aber Tempo!

Jetzt aber tempo Vor einigen Jahren habe ich von meiner Schwiegermutter das Buch „Alles Espresso, Kleine Helden der Alltagsbeschleunigung“ geschenkt bekommen. In diesem Buch von Prof. Geißler werden einige der zahlreichen Erfindungen, die uns das Leben erleichtern sollen vorgestellt, gleichzeitig reflektiert es aber auch über die Auswirkungen, die diese Beschleuniger auf unser Leben und unsere Gesellschaft haben. Weiterlesen

Scheitern Autorin Lenuck

Besser Scheitern

Sein oder nicht Sein –das ist hier die Frage. Oder ist die Frage eher: Löschen, oder nicht löschen?

Isabel Lenucks WegIch bin ja ein sehr impulsiver Mensch und trage mein Herz meist direkt auf der Zunge. Das ist nicht immer klug, denn im (Geschäfts-) Leben ist das besonnene Handeln langfristig häufig intelligenter, als das impulsive. Ist es das? Wo liegt die Grenze zwischen Besonnenheit und Selbstverleugnung? Bück Dich hoch?

Wann ist es schlauer zu gehen (zu schreien, zu kündigen, auszuziehen) und wann nicht? Weiterlesen

NEVER GIVE UP

Foto: www.Dalailamafoundation.orgIhr Lieben! Dieses Bild wurde auf Facebook schon 1.024 mal geteilt und hängt in tausenden von Zimmern als Plakat, das bekannte „NEVER GIVE UP“ Zitat des Dalai Lama. Bestimmt ist es für größere Momente und Umstände als diesen gedacht und gerade auf Facebook soll man ja auch immer nur Erfolge vermelden, weil nur die Erfolgreichen interessant sind (?).

Aber in diesem Moment bin ich unerfolgreich und traurig drum: Leider will uns Oetinger34 mit unserer „Geheimbande aus der Blumenstraße 22“ nun doch nicht in seine Edition aufnehmen. Wie schade! Wir verlassen mit unserem Team deswegen das Oetinger34 Portal und suchen im großen Verlagsuniversum weiter. Treibstoff erhalten wir wie immer durch die Inspiration anderer Reisender… never give up!

Wenn der Dalai Lama im Fahrstuhl steckenbleibt…

…dann nimmt er es mit Humor!

Danke an Paul Schimweg, der diesen besonderen Moment festgehalten hatIm August 2014 besuchte der Dalai Lama Hamburg in seiner Funktion als religiöser Lehrer, um über den Buddhismus zu referieren. Rund 7000 interessierte Laien und gläubige Buddhisten hörten seinen Unterweisungen im CCH Hamburg zu, einige Shugden-Anhänger protestierten lautstark vor den Türen und das dazugehörige Rahmenprogramm bot allerlei Informatives, Unterhaltsames und Tiefgründiges rund um das Thema Tibet und Buddhismus. Auch „mein“ Völkerkundekundemuseum nutze den Anlass des Besuches seiner Heiligkeit, um gleich mit drei thematisch passenden Ausstellungen aufzuwarten, 1. Tibet-Nomaden in Not, 2. Tibetische Nonnen –Widerstand und Mitgefühl und 3. Tibetische Nomaden.

Natürlich freut es mich als Tibetologin sehr, wenn es in unserem Museum wieder einmal etwas zum Thema Tibet zu sehen gibt. In diesem Fall war meine Freude aber deswegen besonders groß, weil es sich bei der Ausstellung „Tibet –Nomaden in Not“ um eine politische Ausstellung handelt. Sie wurde von der Tibet Initiative Deutschland, Regionalgruppe Hamburg und der Gesellschaft für bedrohte Völker initiiert und mit Fotos und Texten ausgestattet und durch Objekte aus der Sammlung des Museums ergänzt. Weiterlesen

Toleranz durch Ungleichheit

Paris 1999 verliebtMeine zweite Session des carpediemcamps 2014 „Toleranz durch Ungleichheit“ beschäftigte sich mit meinem derzeitigen Lieblingsthema „Der Mensch ist ungleich“.

Zunächst erzählte ich, dass ich immer wieder fasziniert davon bin, wie unterschiedlich Menschen ihre Umwelt wahrnehmen. Danach versuchten wir, an konkreten Beispielen von Konfliktsituationen in Partnerschaften (Müll rausbringen, Spülmaschine einräumen usw.) konstruktive Lösungsmodelle zu erarbeiten. Dazu berichtete ich von den üblichen Streitereien innerhalb meiner eigenen Liebesbeziehung. Weiterlesen

Wellness durch Ethik

Wellness durch EthikHier die Zusammenfassung einer meiner Sessions auf dem Hamburger carpediemcamp 2014: Die Session mit dem herrlich seichten Titel „Wellness durch Ethik“ beginnt mit einer Reflektion darüber, dass Abbildungen und Statuen des Stifters des Buddhismus, Buddha Shakyamuni, oft im Zusammenhang mit Wohlfühl-Oasen, Massage-Salons, Schwimmbädern, Wellness-Bereichen, Schlafzimmern, Bädern, Waschräumen und sogar Toiletten auftauchen. Gläubige Buddhisten würden an diesen Orten keine Abbildungen von Buddha aufstellen, da die Darstellungen als Verkörperung des Religionsstifters selbst gelten, große Verehrung genießen und an „reinen“ Orten aufgestellt werden sollten. -Wir hängen Jesus ja auch nicht im Klo auf. Im Anschluss geht es um die Frage, inwiefern die buddhistische Ethik, dargestellt am Beispiel der Fünf Laiengelübde (Nicht töten, nicht stehlen, nicht lügen, kein sexuelles Fehlverhalten und keine berauschenden Substanzen zu sich zu nehmen) zum eigenen Wohlbefinden/zur Wellness beitragen kann.

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Die meisten Probleme beginnen im Kopf

ZusammenhaltenIch möchte heute berichten von der unaufhaltsame Energie einer Idee, deren Zeit gekommen ist. Oder: Über die Kraft des Zusammenhaltens. „It’s your mind that creates the world“ sagte bereits Buddha Shakyamuni vor 2500 Jahren. Und Pippi Langstrumpf begriff es wunderbar:

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