Abenteuer im Weltraum

Abenteuer Isabel Lenuck

Abenteuer im Weltraum: Käpt’n Cosmotrop auf gefährlicher Mission

Um herum, nichts als endlose Dunkelheit. Ganz in der Ferne, der blaue Planet Erde. Aber so weit entfernt. Sie würden tagelang dort hinbrauchen. Und die Nahrung wurde knapp. Aber das war nicht das schlimmste. Und das Wasser wurde knapp. Aber das war nicht das schlimmste. Das schlimmste war: Die Luft wurde knapp.

Käpt’n Cosmotrop und sein treuer Assistent Konstantin der Käfer waren schon seit Monaten auf einer gefährlichen Mission unterwegs. Natürlich erfolgreich. Nun waren sie auf dem Rückweg und kurz vor dem Ziel. Und jetzt das! Die Rakete hatte einen Triebwerkschaden und flog nicht mehr weiter.

„Wir müssen die Rakete verlassen und versuchen, alleine durch den Weltraum zu gleiten.“ Sagte der Käpt’n. „Wir müssen es schaffen, die Erdatmosphäre zu erreichen. Dort gibt es frische Atemluft. Und mit unseren eingebauten Rückenfallschirmen können wir gefahrlos landen. Ich hoffe nur, dass wir noch genug Benzin in unseren Raktetenschuhen haben.“

Entschlossen verließen sie die Rakete. Es war sehr riskant, ja, aber dass die Mission gefährlich werden würde, hatten sie von Anfang an gewusst. Konstantin fasste seinen Freund, denn er war nicht nur Kapitän, sondern auch sein Freund, fest an der Hand. „Komm, wir schaffen es!“ Käpt’n Cosmotrop nickte.

„Volle Kraft voraus!“ Riefen sie und zogen an den Schnürsenkeln, um den Schub zu aktivieren. Rasend schnell glitten sie durch die endlose Dunkelheit. Sterne funkelten, Meteoriten sausten haarscharf links und rechts an ihnen vorbei. Sie konnten ihnen gerade noch rechtzeitig ausweichen. Die rettende Erdatmosphäre war zum Greifen nahe, doch auf einmal, ein Röcheln, ein Stöhnen, und puff!  Der letzte Schub war getan, Konstantins Schuhe hatten kein Benzin mehr!

Durch den plötzlichen Energieausfall verlor Konstantin den Halt. Er taumelte, schlingerte, verlor die Orientierung und sauste plötzlich in die entgegengesetzte Richtung, weg von Mutter Erde und hinaus in die Unendlichkeit des Weltalls.

„Ich halte dich“ schrie Käpt’n Cosmotrop, machte eine scharfe Wendung und lenkte seine Raketenschuhe in Richtung des wegtaumelnden Freundes. Er wusste, dass er mit diesem Umweg sein Leben aufs Spiel setzte. Seine eigene Schubkraft würde nur noch bis kurz an den Rand der Erdatmosphäre erreichen. Aber wahre Freunde verlassen sich gegenseitig nie! Lieber würde er jetzt sterben, als seinen treuen Freund Konstantin den Käfer im Weltall zurücklassen!

Abenteuer Weltraum Isabel lenuckKäpt’n Cosmotrop legte seine Arme ganz flach an den Körper, um noch schneller zu fliegen. Plötzlich sah er einen tödlichen schwarzen Meteoriten genau auf sie zurasen!

„Hilfe, Käpt’n!“ schrie Konstantin und Cosmotrop gab noch einmal alles. In letzter Sekunde packte er seinen Freund Konstantin an dessen langen Fühlern, riss ihn aus der Flugbahn des Meteoriten und zog ihn mit sich in Richtung der rettenden Mutter Erde. Sie kam näher, aber der Schub in den Raketenschuhen wurde weniger und weniger. Jetzt ging ihnen auch noch die Atemluft aus.

„Wir schaffen es nicht!“ dachte Konstantin voller Sorge aber Käpt’n Cosmotrop gab jetzt nicht auf. Sie schwitzen, sie rangen nach Luft, sie waren absolut am Ende ihrer Kräfte. Aber sie schafften es. In letzter Sekunde, gerade als sie aufgeben wollten, wurde es hell, kühl und sie konnten wieder atmen. Die Hitze verschwand, die Erdatmosphäre durchbrochen und Mama stand vor ihnen.

„Huch, was macht ihr denn hier unter meiner Bettdecke?“ Sie sah sehr überrascht aus, als Florian und Konstantin plötzlich mit rotgeschwitzten Gesichtern aus dem Elternbett hervorgekrochen kamen. „Wir haben bloß Astronauten gespielt!“ antworteten die beiden und sprangen kichernd davon.

Diese und andere Abenteuergeschichten aus der Serie “Die wilden Kuscheltiere” schreibe ich für Sie gerne exklusiv und auf Bestellung 🙂

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